Factory Tour: Blick hinter die Kulissen von HAWE Hydraulik

Digitale Transformation bei HAWE – dieses Thema stieß auf so großes Interesse, dass für die Factory-Tour von HAWE Hydraulik innerhalb von zwei Tagen keine Plätze mehr zu vergeben waren.

Vor eindrucksvollem Alpenpanorama im Konferenzraum begrüßte Vorstand Wolfgang Sochor zu Beginn der Veranstaltung die Teilnehmer der Factory-Tour und gab einen kurzen Einblick in die Historie des Unternehmens und die aktuellen Entwicklungen. Mit dem Vortrag von Christof Gilnhammer, Leiter des Industrial Engineerings, startete der inhaltliche Teil der Veranstaltung. Er erläuterte, welche organisatorischen Maßnahmen bei HAWE vorgenommen wurden, um Digitalisierungsvorhaben effektiv bestimmen und durchführen zu können. Gilnhammer zufolge, sei es bei diesem Thema besonders wichtig, dass alle Teile des Unternehmens miteinbezogen würden, um so eine abgestimmte Strategie zu entwickeln.

Im zweiten Teil des Vortrags schilderte Maren Röhm, Projektleiterin Produktionssystem, die konkreten Problemstellungen, die sich bei HAWE ergeben. So ist es unter anderem notwendig, sich mit Fragen der Fertigungstiefe, des Variantenmanagements, der Mitarbeiterqualifizierung und der Losgröße auseinanderzusetzen. Großes Ziel von Digitalisierungsprozessen sollte es ihr zufolge sein, die Mess- und Planungsfähigkeit des Unternehmens zu verbessern. Im besten Fall ist das übergeordnete Ziel ein echtzeitnahes Fabrikmodell. Dass dies auch Themen waren, welche die Teilnehmer bewegen, zeigten die zahlreichen Fragen. Eine Frage, die auf besonderes Interesse stieß, war beispielsweise, wie man eine hohe Datenqualität erreicht und wie mit den erhobenen Daten verfahren werden sollte.

Im letzten Vortrag des Tages von Christian Hermer, Projektleitung Industrie 4.0, wurden einige der Digitalisierungsleuchtturmprojekte der Firma HAWE nachgezeichnet. So wird beispielsweise aktuell testweise daran gearbeitet, die einzelnen Maschinen miteinander kommunizieren zu lassen. Auch Hr. Hermer betonte nochmals die immense Bedeutung, die Erfahrungen und Wünsche der Mitarbeiter aller Unternehmensbereiche in die Überlegungen zur Digitalisierung miteinzubeziehen. Dadurch werden wertvolle Erfahrungswerte erfasst und zum anderen die Akzeptanz der Projekte im Unternehmen sichergestellt. Um die Theorie mit praktischen Eindrücken zu bereichern, ging es im Anschluss zu einer einstündigen Werksbesichtigung der neuen Produktionsstätten.

Im Anschluss stand mit dem letzten Programmpunkt, einem Workshop, der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern im Vordergrund. Die Teilnehmer wurden von den Moderatoren dazu angehalten, Digitalisierungsvorhaben aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um sich so auch dem Facettenreichtum der ganzen Thematik bewusst zu werden.

Nach der sehr gelungenen Factory-Tour bleibt es nur dem Team von HAWE für ein sehr informatives Programm und den Teilnehmern für das große Interesse an den Inhalten und dem regen Austausch während der Veranstaltung herzlichst zu danken.

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